Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe erfolgte im September 2003 in Mainz. Hierbei wurde die grundsätzliche Vorgehensweise festgelegt. Das Konzept soll analog dem IHE Modell in Entwicklungsjahren umgesetzt werden. Wir befinden uns aktuell im Jahr 1. Hierfür sind die Basisfunktionalitäten definiert und wie nachfolgend erläutert festgeschrieben. Die beteiligten Entwicklergruppen der Firmen und Universitäten haben die Empfehlungen bereits in ihre jeweiligen Softwareprodukte integriert. Auf 2 Connectathons sind die Systeme hinsichtlich Interoperabilität getestet worden. Größere Differenzen gab es bereits beim zweiten Connectathon nicht mehr. Ein erstes Ziel konnte somit erreicht werden:
Erstmals ist es möglich eine herstellerunabhängige Telemedizin/ -radiologie mit zuvor zu einander inkompatiblen System durchzuführen.
Ermöglicht wurde dies durch eine beständig anwachsende Gruppe Freiwilliger. Die Gruppe umfaßt mittlerweile 18 Firmen, universitäre Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen.
Zur Zeit wird eine Art Standardisierungsempfehlung für eine allgemein nutzbare Schnittstelle ausgearbeitet, um den Herstellern eine Implementationsleitlinie an die Hand zu geben. Die Standardisierungsempfehlung basiert auf der Annahme, dass eine eMail Kommunikation den kleinsten gemeinsamen Nenner für einen Datenaustausch darstellt.
Die Daten werden OpenPGP kompatibel verschlüsselt und als PGP/ MIME Anhang an einer eMail verschickt. DICOM Daten sollten vor der Verschlüsselung in einen DICOM/ MIME Anhang überführt werden. Dies erleichtert die spätere automatisierte Weiterverarbeitung der Empfangsdaten Für Nicht-DICOM Daten wurde für eine eindeutige Patientenzuordnung ein MIME X-Tag (XTELEMEDICINE-STUDYID) eingeführt.
Die Weiterentwicklung der Standardisierungsempfehlung ist bereits geplant. Für das Jahr 2 sind die Integration besserer Kontrollmechanismen über die versendeten Daten und die Erstellung eines IHE Profils vorgesehen.